Unsere Bekehrung
Wie fing alles an? Im August 1993 ging ich für ein Jahr in die USA zum Studium. Wer auch einige Zeit im Ausland war, weiß, wie schnell das aktive Sprechen wieder verlernt wird, wenn gleich ein gewisser Grundstock immer recht schnell wieder aktiviert werden kann.
Auf jeden Fall dauerte es einige Jahre (April 1998), bis Michaela und ich bereits zusammen in Bremen wohnten, als ich eine Zeitungsanzeige las, daß amerikarische Studenten einige Wochen in Bremen sein würden und Kontakte suchten.
Es stellte sich heraus, daß diese jungen Studenten von einer christlichen Universität kamen und auch gern mit Leuten in der Bibel (auf englisch) lesen wollten, auch, um unsere Kultur besser kennnen lernen zu können. Worin man lesen würde, war mir wurscht und die Bibel war für mich das dicke verstaubte Buch im Regal....
Es war eine nette Zeit mit den Studenten und so lernten wir auch das Predigerehepaar der Gemeinde Christi in Bremen kennen - Elsa und Jim Springer. Nachdem die Studenten wieder weg waren, nahm ich das Angebot wahr, in in einer Kleingruppe auch weiter auf Englisch in der Bibel zu lesen (mit Jim). Das war immer nett und es war auch interessant, dies später mit Michaela zu diskutieren, da sie ja aus einem katholischen Hintergrund kam und ich aus einem evangelischen (zu der Zeit damals arbeitete Michaela in der Woche in Emden und konnte daher nicht an der Kleingruppe teilnehmen).
Nach einigen Monaten gingen wir dann mal an einem Sonntag in die Gemeinde und die Leute waren auch recht nett dort. Mit Jim und Elsa hatte sich in den Monaten eine bereichernde Beziehung entwickelt, die sehr wertvoll für uns war. So gingen wir öfters am Sonntag, wobei es uns wichtig war, dass wir dies nicht als Verpflichtung sahen.
Und "komisch" - es wurde doch mehr und mehr zu einer Bereicherung für unser Leben! Wir bekamen viele Anregungen zum Nachdenken und wir stellten viele Fragen. So hakten wir eine ganze Reihe typsicher Fragen ab wie z.B. wie wurde die Bibel überliefert? Wie zuverlässig ist die Bibel? Was sind die Ansprüche von Jesus Christus? Darf sich ein Christ freuen oder muss er mit Leidensmiene rumrennen? etc. etc. etc.
So reifte die Erkenntnis heran, dass alle Argumente für die Bibel und die Ansprüche Jesu sprachen. Alle Fragen konnten klar oder zumindest ebenso befriedigend beantwortet werden wie andere mögliche Alternativen. Und so langsam fühlten wir uns auch der Gemeinde zugehörig und doch... etwas fehlte noch. Uns war klar, dass wir kein fehlerloses Leben hinter uns hatten und dass genau dafür auch Jesus gestorben war, um auch unsere Schuld zu tilgen. Und immer öfter stolperten wir über das Thema Taufe. Doch wir waren ja getauft, meinten wir anfangs (als Kleinkinder).
Als wir dann jedoch alle Bibelstellen lasen, die mit der Taufe zu tun haben, wurde uns klar, dass die Entscheidung, sich taufen zu lassen, nur ein mündiger Mensch treffen kann und kein Kleinkind. Wir wollten nun ein Leben mit Jesus leben und umkehren und so liessen wir uns zur Vergebung unserer Sünden taufen (25.7.1999).
Dies geschah 8 Wochen vor unserer Hochzeit und so konnten wir gemeinsam als Christen auf dem festen Fundament unseres Herrn unsere Ehe beginnen und sind schon so reich gesegnet worden....! Es gibt natürlich Höhen und Tiefen und doch ist uns klar, dass, wenn wir unser Lebenshaus weiter auf festem Grund bauen (Lukasevangelium Kap. 6, 46-49), unser Leben auf keinem sichereren Grund stehen könnte als auf unserem Herrn Jesus Christus und Ihm sei Lob und Dank in alle Ewigkeit!
Wer Fragen hat zu unserem Weg zu und mit Christus - bitte nehmt gerne Kontakt auf über E-Mail. Gern beantworten wir alle Fragen und helfen weiter!
Michaela und Rüdiger Renken